Grundgesetzliche Abwägung bei Filesharing über Familien-Internet-Anschluss

Die zur Wahrung von Art. 6 GG gewährte faktische „Wahlmöglichkeit“ im Zivilprozess, innerfamiliäres Wissen zu offenbaren oder aber zu schweigen, kann bei der Tatsachenwürdigung keinen Vorrang vor der Durchsetzung des Art. 14 GG unterfallenden Leistungsschutzrechts beanspruchen. Der Schutz der Familie dient nicht dazu, sich aus taktischen Erwägungen der eigenen Haftung für die Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums zu entziehen. Der bloße Umstand, mit anderen Familienmitgliedern zusammenzuleben, führt nicht automatisch zum Haftungsausschluss für den Anschlussinhaber.

Urteil im Volltext unter www.bundesverfassungsgericht.de

One thought on “Grundgesetzliche Abwägung bei Filesharing über Familien-Internet-Anschluss”

  • 22. Dezember 2019 at 16:53
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